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Mitsubishi MDS-DH-V2-4020 AC Sevo Drive Unit Hauptbild
02.02.2026 von Viktor Siebert
Reparatur eines Mitsubishi MDS-DH-V2-4020 AC Servo Drive Unit

Werkstattbericht aus Sicht des Technikers.

Ausgangssituation und Fehlerbild.

Der Mitsubishi MDS-DH-V2-4020 wurde bei uns mit einem klaren Symptom angeliefert: Das Display blieb vollständig dunkel. Kein Initialisieren, keine Anzeige, keine Statusmeldung. Für den Betreiber bedeutete das einen kompletten Stillstand der Achse, für uns ist ein solches Fehlerbild meist ein Hinweis auf ein Problem im Bereich der internen Versorgung oder der Leistungsendstufe.

Bereits bei der Ankunft fiel auf, dass das Gerät aus einer stark belasteten Umgebung stammen musste. Staub, feine Partikel und Ablagerungen waren deutlich sichtbar. Solche Bedingungen wirken sich über Jahre hinweg direkt auf die thermische Belastung der Elektronik aus, insbesondere bei Geräten, die dauerhaft unter Last betrieben werden.

Erste Diagnose und Sichtprüfung

Nach unserer standardisierten Eingangskontrolle zeigte sich schnell, dass die Lüfter ihre Funktion nicht mehr zuverlässig erfüllten. Sie waren durch Schmutz und Ablagerungen blockiert und konnten die entstehende Wärme nicht mehr abführen. Genau hier beginnt bei vielen MDS-DH-Geräten eine schleichende Fehlerkette.

Wenn die Kühlung über längere Zeit eingeschränkt ist, steigt die Temperatur in der Leistungsendstufe kontinuierlich an. Die Elektronik arbeitet weiter, jedoch außerhalb der vorgesehenen thermischen Reserve. Bauteile altern schneller, Lötstellen werden mechanisch belastet und die Isolationsfestigkeit nimmt ab. Der finale Ausfall wirkt dann plötzlich, hat aber eine lange Vorgeschichte.

Befund an der Leistungsendstufe

Nach dem Öffnen des Geräts bestätigte sich der Verdacht eindeutig. Die Leistungsendstufe war thermisch geschädigt. In diesem Zustand ist eine punktuelle Reparatur nicht mehr sinnvoll. Die Baugruppe musste vollständig ersetzt werden, da die elektrische Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben war.

Parallel dazu wurde auch das Steuerboard geprüft. Auch wenn es nicht direkt betroffen war, gehört diese Prüfung bei uns immer dazu. Thermische Schäden wirken sich oft zeitverzögert aus, weshalb wir nie nur die offensichtlich defekte Baugruppe betrachten.

Reinigung und Vorbereitung

Bevor eine Reparatur durchgeführt wird, erfolgt bei uns immer eine vollständige technische Reinigung. Dabei geht es nicht um Optik, sondern um Funktion. Kühlkörper, Luftkanäle und Lüfterbereiche werden gründlich von Ablagerungen befreit. Erst danach ist sichergestellt, dass die neue Leistungsendstufe unter korrekten thermischen Bedingungen betrieben wird.

Anschließend wurden alle relevanten Steckverbindungen, Kontaktstellen und Befestigungen geprüft. Gerade nach thermischen Schäden achten wir besonders auf mechanische Spannungen und Kontaktübergänge.

Test am Servoantriebs-Testplatz

Der entscheidende Schritt ist der Test unter realistischen Bedingungen. Der MDS-DH-V2-4020 wurde an unserem Servoantriebs-Testplatz betrieben, nicht im Leerlauf, sondern unter definierter Last. Dabei werden alle relevanten Spannungen, Ströme und Temperaturverläufe überwacht.

Der Test umfasst mehrere Start-Stopp-Zyklen sowie einen längeren Dauerlauf. Gerade bei thermisch vorgeschädigten Geräten ist es wichtig, dass sich keine instabilen Effekte zeigen. Erst wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum stabil arbeitet, gilt die Reparatur als abgeschlossen.

Checklisten und Qualitätssicherung

Alle Arbeitsschritte werden bei uns über fest definierte Checklisten abgesichert. Dazu gehören Eingangskontrolle, Reparaturschritte, Reinigung, Testprotokoll und Endkontrolle. Diese Struktur stellt sicher, dass kein Detail übersehen wird und jede Reparatur reproduzierbar nachvollziehbar bleibt.

Gerade bei komplexen Antrieben wie der MDS-DH-Serie ist diese Vorgehensweise entscheidend für die langfristige Betriebssicherheit beim Kunden.

Präventive Betrachtung und Fazit

In diesem Fall lag die eigentliche Ursache nicht in der Elektronik selbst, sondern in der fehlenden Wartung der Kühlung. Blockierte Lüfter gehören zu den häufigsten Ausfallursachen bei dieser Serie. Mit einer rechtzeitigen Reinigung oder einem präventiven Lüftertausch hätte sich der Schaden an der Leistungsendstufe sehr wahrscheinlich vermeiden lassen.

Solche Reparaturen zeigen immer wieder, dass präventive Maßnahmen kein Zusatzaufwand sind, sondern ein zentraler Bestandteil zuverlässiger Instandhaltung. Unser Ziel ist es nicht nur, Geräte wieder funktionsfähig zu machen, sondern auch die Ursachen dauerhaft zu beseitigen.

Weitere Informationen wie Preis, Lieferzeit zum: Mitsubishi Servo Drive Unit MDS-DH-V2-4020

Mehr Informationen zu unserer Mitsubishi-Reparaturkompetenz finden Sie hier: Mitsubishi Drive Reparatur bei Industrypart

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Mitsubishi MDS-DH-V2-4020

Geräteübersicht

MerkmalBeschreibung
GerätetypAC Servo Drive Unit
SerieMDS-DH
HerstellerMitsubishi Electric Corporation
EinsatzbereichCNC-Achsantriebe
Baujahr2013
HerkunftJapan

Technische Daten

ParameterWert
Eingangsspannung3-phasig ca. 380–480 V AC
Ausgangsspannungca. 0–240 V AC
Ausgangsstromca. 7,3 / 3,9 A
Leistungca. 2,0 / 1,0 kW
Frequenzbereich0–240 Hz
KühlungZwangsbelüftung über interne Lüfter

Baugruppenübersicht

BaugruppeBezeichnung auf PlatineFunktion
SteuerplatineRM115A-22 oder BC886A028G51Regelung und Kommunikation
LeistungsplatineRM162C-V2 oder BC886A010G52BAnsteuerung der Leistungselektronik
LeistungsteilBKO-NC1207 H84 oder A2-DH-V2-4020Energieumsetzung für den Motor

Typische Fehlerbilder

SymptomMögliche Ursache
Display bleibt dunkelDefekt der Leistungsendstufe
Sporadische AbschaltungenÜberhitzung durch Lüfterausfall
TotalausfallLangfristige thermische Überlastung
Wiederkehrende StörungenVerschmutzte Kühlkanäle

Testverfahren

PrüfschrittBeschreibung
SichtprüfungMechanischer und thermischer Zustand
SpannungsprüfungKontrolle interner Versorgungen
LasttestBetrieb unter realer Achslast
DauerlaufThermische Stabilität
EndkontrolleMehrfache Start-Stopp-Zyklen

Präventive Maßnahmen

MaßnahmeNutzen
Regelmäßige LüfterprüfungVermeidung thermischer Schäden
Reinigung der KühlkanäleKonstante Wärmeabfuhr
Präventiver LüftertauschVerlängerung der Lebensdauer
WartungsintervalleReduzierung ungeplanter Ausfälle

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