01.10.2026 von Viktor Siebert
Yaskawa CACR-SR15BE12G-E: Display dunkel und keine Verbindung zur Z-Achse
Beim Einschalten der Maschine blieb das Display des Yaskawa Servopacks CACR-SR15BE12G-E dunkel. Gleichzeitig meldete der Kunde, dass keine Verbindung zur Z-Achse bestand. Das Gerät wurde deshalb zur Untersuchung und Reparatur an industrypart geschickt. Ein solcher Ausfall betrifft eine zentrale Funktion der Maschine: Ohne betriebsbereiten Servoverstärker lässt sich die zugehörige Achse nicht regulär ansteuern.
Die Bilder vor und nach der Reparatur sowie die Aufnahme am Testplatz dokumentieren diesen Fall. Im Testvideo ist die Anzeige des angeschlossenen Geräts wieder aktiv. Der Bericht erläutert das Fehlerbild und die dafür relevanten Diagnose- und Prüfschritte. Einzelne ausgetauschte Bauteile werden nicht benannt, weil hierzu keine belastbare Angabe vorliegt.
Welche Aufgabe übernimmt der Servopack?
Der CACR-SR15BE12G-E ist ein Servoverstärker von Yaskawa. Er versorgt und regelt den zugehörigen Servomotor. Dabei arbeiten die Leistungselektronik, die Steuerung und die Rückmeldung des Motors zusammen. Erst wenn diese Bereiche und die erforderlichen Freigaben zusammenpassen, kann aus einer Vorgabe der Maschinensteuerung eine kontrollierte Achsbewegung werden.
Das Typenschild nennt eine Leistung von 1,5 kW, einen dreiphasigen Eingang für 200–230 V bei 50/60 Hz sowie einen Eingangsstrom von 10,0 A. Für den dreiphasigen Ausgang sind 11,7 A angegeben. Diese Angaben helfen bei der Identifikation und beim Aufbau einer passenden Prüfumgebung. Sie ersetzen jedoch nicht den Abgleich der vollständigen Geräteausführung und der angeschlossenen Motor- und Steuerungstechnik.
Warum ein dunkles Display keine eindeutige Diagnose ist
Eine fehlende Anzeige ist zunächst ein Symptom. Sie beweist weder einen Motorschaden noch einen Defekt der Leistungstransistoren. Möglich sind beispielsweise eine fehlende externe Steuerversorgung, eine Störung der internen Spannungsversorgung oder ein Fehler in der Steuerungselektronik. Auch die Verbindung zwischen Versorgung, Steuerplatine und Anzeige gehört zur Untersuchung.
Die Angabe „keine Verbindung zur Z-Achse“ ist hier die Beschreibung des Kunden. Daraus lässt sich kein bestimmtes Bussystem und kein konkreter Kommunikationsalarm ableiten. Startet die Elektronik des Servopacks nicht, können auch Bereitschaftssignale oder andere erwartete Rückmeldungen fehlen. Deshalb muss zuerst geklärt werden, ob der Verstärker überhaupt ordnungsgemäß hochfährt.
Systematische Prüfung vom Anschluss bis zur Steuerplatine
Bei diesem Fehlerbild beginnt eine sinnvolle Eingangsprüfung mit der eindeutigen Geräteidentifikation und der Sichtkontrolle. Dazu gehören die Anschlussklemmen, Steckverbinder, Leiterplatten und sichtbaren Bauteile. Verfärbungen, beschädigte Kontakte oder auffällige Lötstellen können Hinweise liefern. Ein unauffälliges äußeres Erscheinungsbild schließt einen elektrischen Defekt allerdings nicht aus.
Anschließend wird die Versorgung anhand der passenden Anschlussunterlagen geprüft. Dabei sind Leistungsversorgung und Versorgung der Steuerelektronik getrennt zu betrachten. Liegt die vorgesehene Versorgung am Gerät an, muss geprüft werden, ob die internen Spannungen entstehen und stabil bleiben. Ein kurzgeschlossener Verbraucher kann eine Versorgung ebenso zusammenbrechen lassen wie ein Fehler im Netzteil selbst.
Erst auf dieser Grundlage lässt sich die Suche gezielt auf einzelne Schaltungsbereiche eingrenzen. Bei der Steuerplatine sind unter anderem die Spannungsversorgung, die Initialisierung der Logik und die Anbindung der Anzeige relevant. Für die Diagnose ist entscheidend, Messwerte mit den zum konkreten Hardwarestand gehörenden Unterlagen zu vergleichen. Ein bloßer Austausch vermuteter Verschleißteile ersetzt diese Prüfung nicht.
Aufbau und Reparatur der Baugruppen
Die zu diesem Gerät vorliegende Bestandteileliste nennt eine Steuerplatine CACR-SR1B, eine Leistungsplatine CACR-F2TBI-E und ein Leistungsteil. Die Fotos zeigen zudem die Anzeige mit Bedientasten, die Steckverbinder sowie den rückseitigen Kühlkörper mit einem Leistungswiderstand. Der modulare Aufbau hilft dabei, Steuerungs- und Leistungsfunktionen bei der Untersuchung voneinander abzugrenzen.
Für die CACR-SR-Serie umfasst unser grundsätzliches Reparaturangebot Reinigung, bedarfsgerechte Erneuerung defekter oder verbrauchter Komponenten, Parameterabgleich und Prüfungen am Teststand. Welche Bauteile im Einzelfall ersetzt werden, richtet sich nach dem Befund. Beim hier gezeigten CACR-SR15BE12G-E liegen keine Einzelangaben zum Bauteiltausch vor. Deshalb wäre es nicht korrekt, beispielsweise einen Kondensator-, Transistor- oder Netzteiltausch als festgestellte Reparaturmaßnahme darzustellen.
Die Bilder nach der Reparatur zeigen das Gerät sowohl mit Abdeckung als auch mit sichtbarer Steuerplatine und Kühlkörper. Sie machen den Zustand der Baugruppen nachvollziehbar. Die elektrische Qualität einer Instandsetzung beurteilt sich jedoch anhand der Prüfung und nicht allein anhand gereinigter Oberflächen oder eines optisch vollständigen Zusammenbaus.
Prüfung am Testplatz
Die vorhandene Videoaufnahme zeigt den Servopack in angeschlossenem Zustand am Prüfstand. Die Anzeige leuchtet, außerdem sind die Motoren des Prüfaufbaus und ein Bedienpanel für Yaskawa CACR-SR-Antriebe zu sehen. Damit ist die aktive Anzeige am Testplatz dokumentiert. Die Aufnahme gibt einen Einblick in den Prüfaufbau, ersetzt aber kein vollständiges Prüfprotokoll.
Für eine umfassende Abschlussprüfung sind neben dem Hochlauf auch die Freigabe, die Rückmeldungen, die Reaktion auf Sollwertänderungen und das Verhalten des angeschlossenen Antriebs relevant. Je nach Fehlerbild müssen außerdem wiederholtes Einschalten und das Verhalten bei Erwärmung betrachtet werden. Dabei wird geprüft, ob Versorgung und Steuerung auch im Betrieb stabil bleiben und ob erneut eine Störung auftritt.
Die genaue Testdauer, Belastungswerte und ein abschließendes Messergebnis sind für diesen Fall nicht angegeben. Aus dem kurzen Video wird deshalb kein mehrstündiger Lasttest abgeleitet. Auch eine bereits erfolgte Wiederinbetriebnahme der Kundenmaschine ist damit nicht belegt.
Hinweise für den Betrieb
Bei einem erneut dunklen Display sollte die vollständige Situation dokumentiert werden: Tritt der Fehler sofort beim Einschalten auf oder erst nach längerer Betriebszeit? Sind andere Achsen ebenfalls betroffen? Welche Meldung zeigt die Maschinensteuerung? Diese Informationen helfen dabei, eine übergeordnete Versorgungsstörung von einem Fehler am einzelnen Servopack zu unterscheiden.
Saubere Lüftungswege, intakte Steckverbindungen und ein geeigneter Schaltschrankzustand unterstützen einen zuverlässigen Betrieb. Prüfungen an geöffneten Geräten und an der Spannungsversorgung gehören in die Hände qualifizierter Fachkräfte. Vor Arbeiten sind die Freischaltung und die Entladung gespeicherter Energie nach den passenden Herstellerangaben zu beachten.
Vom Fehlerbild zur nachvollziehbaren Prüfung
Der Fall zeigt, warum bei „Display dunkel“ zuerst die Versorgung und der Start der Elektronik untersucht werden müssen. Die fehlende Verbindung zur Z-Achse ist ein wichtiger Hinweis, legt die defekte Baugruppe aber noch nicht fest. Zusammen mit einer gezielten Diagnose und einer passenden Funktionsprüfung schaffen Bilder vor und nach der Reparatur eine nachvollziehbare Dokumentation des Geräts.
Preis, Lieferzeit und weitere Informationen
Aktuelle Informationen zu Preis und Lieferzeit des Yaskawa CACR-SR15BE12G-E Servopacks, Artikel-ID 4511 finden Sie auf der zugehörigen Produktseite.
Weitere Informationen zu unseren Reparaturen von Yaskawa CACR-SR Servopacks finden Sie im Servicebereich.
📞 Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen zu Ihrer Yaskawa-Antriebstechnik. Unser Team unterstützt Sie bei der technischen Einschätzung, Reparatur und Prüfung Ihres Geräts.
Technische Spezifikationen
| Merkmal | Technische Information |
|---|
| Hersteller | Yaskawa Electric |
| Modell | CACR-SR15BE12G-E |
| Alternative Suchschreibweise | CACR-SR15BE12GE; vollständige Ausführung vor Austausch abgleichen |
| Artikel-ID bei industrypart | 4511, keine Hersteller-Bestellnummer |
| Geräteart | Servopack, AC-Servoverstärker |
| Zugeordnete Achse im Kundenfall | Z-Achse laut Fehlerbeschreibung |
| Leistung laut Typenschild | 1,5 kW / 2,01 HP |
| Eingang | 200–230 V AC, 3 Phasen |
| Eingangsfrequenz | 50/60 Hz |
| Eingangsstrom | 10,0 A |
| Ausgang | 3 Phasen; 11,7 A laut Typenschild |
| Ausgangsspannung | 0–230 V laut Produktseite; auf dem vorliegenden Typenschild nicht eingetragen |
| Wärmeabfuhr | Kühlkörper auf den Fotos erkennbar; keine gesicherte Angabe zu einem geräteinternen Lüfter |
| Herstellungsland | Japan |
| Motor und CNC-Steuerung | Konkrete Typen im Kundenfall nicht angegeben |
| Baujahr, Gewicht, Abmessungen | Nicht gesichert angegeben |
| Dokumentationshinweis auf dem Gerät | Bulletins TSE-S800-11.1 / -11.2 für Parameter, Monitor und Alarm-Traceback |
Einsatzumgebung und kompatible Geräte
Im vorliegenden Kundenfall war der Servopack der Z-Achse einer Maschine zugeordnet. Maschinenhersteller, CNC-Typ und Motormodell sind nicht genannt. Eine Kompatibilität mit einem bestimmten Motor oder einer bestimmten CNC wird deshalb nicht zugesichert. Vor einem Austausch sind die vollständige Modellkennung, Leiterplattenstände, Schnittstellen, Motor- und Geberausführung sowie Parameter zu vergleichen. Gleiche Leistung allein reicht für eine Austauschfreigabe nicht aus.
Funktionsbeschreibung
Der Verstärker setzt die elektrische Versorgung in einen geregelten dreiphasigen Motorstrom um. Die Steuerelektronik verarbeitet Sollwerte, Freigaben und Rückmeldungen und steuert die Leistungselektronik an. Überwachungsfunktionen erfassen unter anderem Strom-, Spannungs- und Betriebsstörungen. Anzeige und Bedientasten dienen zur Zustandsanzeige und zum Zugriff auf gerätespezifische Funktionen. Das konkrete Signal- und Schnittstellenschema muss aus den Unterlagen der jeweiligen Ausführung entnommen werden.
Bestandteile
Bezeichnungen und Mengen der drei Hauptbaugruppen stammen aus der bereitgestellten internen Bestandteileliste. Zusätzliche sichtbare Elemente sind separat aufgeführt und nicht als zusätzliche vollständige Baugruppen gezählt.
| Baugruppe | Bezeichnung auf Platine oder Modul | Menge | Funktion | Hinweise zur Prüfung oder Reparatur |
|---|
| Steuerplatine | CACR-SR1B | 1 | Steuerung, Signalverarbeitung und Anzeige | Versorgung, Steckverbindungen und Startverhalten prüfen |
| Leistungsplatine | CACR-F2TBI-E | 1 | Schaltungen des Leistungsbereichs | Bezeichnung laut Bestandteileliste; vor Ersatz am Original abgleichen |
| Leistungsteil | Keine separate Kennung angegeben | 1 | Leistungsumsetzung zum Motor | Kurzschlussprüfung und elektrische Prüfung entsprechend Schaltung |
| Sichtbarer Leistungswiderstand | RH70C, 30ΩJ, GB IWAKI | 1 sichtbar | Leistungswiderstand; genaue Einbindung anhand Schaltung prüfen | Widerstandswert, Anschlüsse und thermischen Zustand prüfen |
| Kühlkörper | Keine separate Kennung angegeben | 1 sichtbar | Wärmeabfuhr | Oberflächen, Kühlwege und thermische Anbindung prüfen |
Alarmmeldungen und Troubleshooting
Die folgende Tabelle verwendet die kurzen Alarmbezeichnungen direkt von der fotografierten Gerätelegende. Die letzte Spalte enthält allgemeine Diagnoseansätze, keine wortgetreuen Handbuchanweisungen. Keiner dieser Codes wurde als tatsächlich angezeigter Alarm des vorliegenden Reparaturfalls gemeldet.
| Code auf Gerätelegende | Originalbezeichnung | Technische Bedeutung | Allgemeiner Diagnoseansatz |
|---|
| A0 | Communication Error | Kommunikationsfehler | Versorgung, Schnittstellen und zugehörige Verbindungen prüfen |
| A1 | Over Current | Überstrom | Motorleitung, Motor, Leistungsteil und Stromerfassung untersuchen |
| A2 | MCCB Trip | Auslösung des Leistungsschalters | Auslöseursache und Leistungsversorgung prüfen; nicht wiederholt ungeprüft einschalten |
| A3 | Regenerative Trouble | Störung im regenerativen Bereich | Brems- bzw. Regenerativschaltung und Anschlüsse untersuchen |
| A4 | Over Voltage | Überspannung | Versorgung und Energieaufnahme beim Abbremsen prüfen |
| A5 | Over Speed | Überdrehzahl | Rückführung, Verdrahtung und Reglereinstellung prüfen |
| A6 | Under Voltage | Unterspannung | Versorgung, Spannungseinbrüche und interne Erfassung prüfen |
| A7 | Over Load | Überlast | Mechanische Belastung, Strom und Parametrierung untersuchen |
| A8 | Reference Point Error | Referenzpunktfehler | Referenzsignale und passende Geber-/Steuerungsunterlagen prüfen |
| A9 | A/D Error | Fehler der Analog-Digital-Wandlung | Versorgung und Signalverarbeitung der Elektronik untersuchen |
| AC | Over Run | Overrun-Fehler | Rückführung und Verdrahtung anhand des exakten Handbuchs prüfen |
| AF | Open Phase | Phasenausfall | Versorgungsphasen und Verbindungen prüfen |
Die zusätzlich mitgelieferten Ausschnitte „Alarme 1“ und „Alarme 2“ verwenden detailliertere Anzeigen wie A.10 und A.20. Ohne gesicherten Abgleich von Handbuch und Geräteausführung werden diese nicht mit den kurzen Frontcodes gleichgesetzt. Das ebenfalls vorliegende CACR-SR..BB-Handbuch ist kein eindeutiger Modellnachweis für die hier behandelte BE-Ausführung.
Diagnosehinweise zum Hauptfehler
| Aspekt | Einordnung dieses Falls |
|---|
| Kundenangabe | Display beim Einschalten dunkel, keine Verbindung zur Z-Achse |
| Tatsächlich gemeldeter Alarmcode | Keiner |
| Mögliche externe Ursache | Fehlende oder fehlerhafte Versorgung, Anschlussproblem |
| Mögliche interne Ursache | Fehler der internen Versorgung, Steuerplatine oder Anzeigeanbindung |
| Sinnvolle Prüfreihenfolge | Identifikation und Sichtprüfung, externe Versorgung, interne Versorgung, Steuerungsstart, Schnittstellen und Funktion |
| Abgrenzung | Eine dunkle Anzeige ist weder automatisch A0 noch ein Nachweis für einen Motorschaden |
| Dokumentierter späterer Zustand | Im Testvideo angeschlossenes Gerät mit aktiver Anzeige |
| Nicht dokumentiert | Konkretes defektes Bauteil, Austauschliste, Lastwerte, Testdauer und Wiederinbetriebnahme beim Kunden |
Präventive Maßnahmen
- Schaltschrank, Luftwege und Kühlkörper abhängig von Umgebungsbedingungen und Betriebsstunden kontrollieren und fachgerecht reinigen.
- Steckverbinder, Klemmen und Leitungen auf festen Sitz, Beschädigungen und thermische Auffälligkeiten prüfen lassen.
- Wiederkehrende Startprobleme oder temperaturabhängige Ausfälle zeitnah untersuchen lassen.
- Vorhandene Parameter und die vollständige Gerätekennung dokumentieren; Sicherungen nur im vorgesehenen Verfahren erstellen.
- Bei Störungen das Verhalten von Display, Maschinensteuerung und anderen Achsen gemeinsam festhalten.
Bildunterschriften und Alternativtexte
| Bild | Bildunterschrift / Alternativtext |
|---|
| Vor der Reparatur 1 | Yaskawa CACR-SR15BE12G-E vor der Reparatur mit sichtbarer Steuerplatine und Anschlussklemmen |
| Vor der Reparatur 2 | Yaskawa Servopack vor der Reparatur aus der zweiten Perspektive |
| Nach der Reparatur 1 | Yaskawa CACR-SR15BE12G-E nach der Reparatur mit montierter Abdeckung |
| Nach der Reparatur 2 | Vorderansicht des Yaskawa Servopacks nach der Reparatur |
| Nach der Reparatur 3 | Kühlkörper und Leistungswiderstand nach der Reparatur, Hintergrund entfernt |
| Nach der Reparatur 4 | Steuerplatine und Bedieneinheit nach der Reparatur, Hintergrund entfernt |
| Video Test | Yaskawa CACR-SR15BE12G-E angeschlossen am industrypart-Testplatz mit aktiver Anzeige |