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Mitsubishi Power Supply Unit MDS-D-CV-185 Hauptbild
19.01.2026 von Viktor Siebert
Reparatur eines Mitsubishi Power Supply Unit MDS-D-CV-185 mit Alarm 77

Ausgangssituation und Fehlerbild.

Das Mitsubishi Power Supply Unit MDS-D-CV-185 wurde vom Kunden mit einem wiederkehrenden Alarm 77 eingesendet. Auf dem Geräte-Display erschien zusätzlich ein kleines „n“. Laut Mitsubishi-Dokumentation bedeutet dieser Alarm eine Überhitzung des Power Modules.
Auffällig war der zeitliche Verlauf des Fehlers: Die ersten Auslösungen traten während der heißen Sommermonate auf. Zunächst vermutete der Kunde einen rein temperaturbedingten Effekt durch hohe Außentemperaturen im Schaltschrank. Nach kurzer Abkühlung ließ sich die Maschine jeweils wieder starten, und der Lüfter der Power Supply Unit schien augenscheinlich korrekt zu laufen.


Fortschreitende Verschlechterung im Betrieb

Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch ein klares Muster. Der Alarm trat nicht mehr ausschließlich bei hohen Außentemperaturen auf, sondern zunehmend auch bei hoher Maschinenlast. Insbesondere bei der Bearbeitung schwerer Werkstücke oder bei längeren Bearbeitungszyklen kam es zu Abschaltungen.
Mit der Zeit verschlechterte sich der Zustand weiter. Selbst in den Wintermonaten, bei deutlich niedrigeren Umgebungstemperaturen, kam es regelmäßig zu Alarm 77. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es sich nicht um ein reines Kühlungsproblem durch Umgebungseinflüsse handeln konnte.


Erste Einschätzung und typische Ursachen

Solche Fehlerbilder sind uns aus der Praxis gut bekannt. Bei Power Supply Units der MDS-D-Serie liegt die Ursache in vielen Fällen nicht im eigentlichen Leistungsmodul selbst, sondern in der Peripherie der Leistungsendstufe.
Alterungsprozesse spielen hierbei eine zentrale Rolle. Über die Jahre verändern sich elektrische Eigenschaften bestimmter Baugruppen. Zusätzlich wirken raue industrielle Umgebungen mit Staub, wechselnden Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und zyklischen Lastspitzen als Beschleuniger dieser Effekte. Das Ergebnis ist häufig eine thermische Fehlbewertung im System, die schließlich zur Schutzabschaltung führt.


Eingangskontrolle und technische Prüfung

Nach dem Eintreffen des Geräts in unserer Werkstatt erfolgte zunächst eine strukturierte Eingangskontrolle. Dazu gehörten eine Sichtprüfung, eine thermische Analyse im Stillstand sowie elektrische Grundmessungen.
Bereits hier zeigten sich erste Hinweise auf eine instabile thermische Reserve innerhalb der Leistungseinheit. Das Power Module selbst war mechanisch und elektrisch unauffällig. Es lagen keine Anzeichen für einen internen Kurzschluss oder strukturelle Schäden vor.


Analyse der Leistungsendstufe

In einem nächsten Schritt wurde die Leistungsendstufe detailliert geprüft. Dabei bestätigte sich unsere Vermutung: Mehrere kritische Komponenten im Umfeld der Leistungseinheit hatten ihre Sollwerte verlassen. Diese Abweichungen führten dazu, dass die Verlustleistung unter Last nicht mehr korrekt kompensiert werden konnte.
Die Folge war eine schleichende Überhitzung, die zunächst nur unter extremen Bedingungen auftrat, später jedoch auch im normalen Betrieb zur Abschaltung führte.


Instandsetzung und präventive Überholung

Im Rahmen der Reparatur wurde nicht nur der akute Fehler behoben, sondern gezielt eine präventive Überholung durchgeführt. Ziel war es, die thermische Stabilität des Geräts langfristig wiederherzustellen und zukünftige Ausfälle zu vermeiden.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Power Supply Unit einer intensiven Funktionsprüfung unterzogen.


Test auf unserem Mitsubishi MDS-D/DH Testplatz

Das Gerät wurde auf unserem speziell eingerichteten Testplatz für Mitsubishi MDS-D und MDS-DH Serien geprüft. Hier simulieren wir reale Betriebsbedingungen inklusive Lastwechseln, Dauerbetrieb und thermischer Belastung.
Die Power Supply Unit lief über mehrere Stunden stabil, ohne erneute Temperaturauffälligkeiten oder Fehlermeldungen. Alle Schutzfunktionen arbeiteten innerhalb der vorgesehenen Toleranzen.


Fazit aus der Reparaturpraxis

Dieser Fall zeigt sehr deutlich, warum sich thermische Probleme nicht allein auf Lüfter oder Umgebungstemperaturen reduzieren lassen. Gerade bei älteren Antriebssystemen entstehen viele Fehler schleichend durch Alterung und Drift.
Eine frühzeitige präventive Überholung ist in solchen Fällen deutlich wirtschaftlicher als ein ungeplanter Stillstand oder ein Totalausfall der Leistungseinheit.

Weitere Informationen wie Preis, Lieferzeit zum: Mitsubishi Power Supply Unit MDS-D-CV-185

Mehr Informationen zu unserer Mitsubishi-Reparaturkompetenz finden Sie hier: Mitsubishi Drive Reparatur bei Industrypart

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Technische Spezifikationen

MerkmalWert
HerstellerMitsubishi Electric
TypMDS-D-CV-185
GerätekategoriePower Supply Unit
Nennleistungca. 15 kW
Eingangsspannung3-phasig 200–230 V AC
AusgangsspannungDC-Zwischenkreis ca. 270–311 V
KühlungZwangsbelüftet
BauformSchaltschrankmodul
Produktionsjahr2012
SerieMDS-D

Typische Einsatzumgebung

Diese Power Supply Unit wird in CNC-Maschinen eingesetzt, häufig in Bearbeitungszentren, Drehmaschinen und Sondermaschinen mit mehreren Servo- und Spindelachsen. Typisch sind hohe Lastwechsel, lange Laufzeiten und thermisch anspruchsvolle Betriebsbedingungen.


Relevante Alarmmeldungen und Bedeutung

AlarmBedeutungTypische UrsacheMaßnahme
77Power Module OverheatThermische ÜberlastÜberprüfung der Leistungseinheit
72Fan stopLüfterproblemKühlung prüfen
73Over regenerationRekuperationsüberlastBremswiderstand prüfen
75OvervoltageDC-Bus zu hochNetzbedingungen prüfen

Zentrale Baugruppen

BaugruppeFunktion
LeistungseinheitEnergieversorgung des DC-Zwischenkreises
KühlkörperAbführung der Verlustleistung
LüftereinheitAktive Kühlung
SteuerlogikÜberwachung und Schutzfunktionen
SensorikTemperatur- und Spannungsüberwachung

Präventive Maßnahmen für den Kunden

Regelmäßige Wartung ist entscheidend für die Lebensdauer solcher Power Supply Units. Dazu gehören die Reinigung der Kühlflächen, die Überprüfung der Lüfterfunktion, thermische Messungen unter Last sowie eine präventive Überholung nach mehreren Betriebsjahren.
Diese Maßnahmen reduzieren ungeplante Stillstände erheblich und sichern eine konstante Maschinenverfügbarkeit.


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