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Yaskawa Servopack CACR-SR30SB1ASY124 ansicht 1
27.09.2025 von Viktor Siebert
Yaskawa CACR-SR30SB1AS-Y124 Servopack erfolgreich repariert!

Ein Yaskawa Servopack des Typs CACR-SR30SB1AS-Y124 erreichte unsere Werkstatt in einem stark beeinträchtigten Zustand. Bereits beim ersten Prüfen war klar: Hier lag ein gravierender Defekt vor. Das Gerät ließ sich zwar einschalten, doch schon bei minimaler Belastung zeigte die interne Schutzschaltung einen Fehler. Die Diagnose ergab einen eindeutigen Kurzschluss im Leistungsmodul (W-Phase) sowie eine beschädigte Anschlussleiste. Damit war klar: Ohne eine tiefgehende Reparatur war dieses Servopack nicht mehr funktionsfähig.

Eingangsbefund und Fehleranalyse

Bei der Anlieferung wurde das Servopack zunächst einer Sichtkontrolle unterzogen. Dabei zeigten sich deutlich thermische Spuren am Transistormodul, außerdem waren an der Anschlussleiste Haarrisse und verfärbte Kontaktflächen zu erkennen. Mit einer Isolationsmessung bestätigte sich der Verdacht: Zwischen Ausgang W+ und Masse bestand ein dauerhafter Kurzschluss. Auch die Steuerung der Leistungsendstufe zeigte instabile Werte, was auf weitere Folgeschäden in der Ansteuerung hindeutete.

Zerlegung und Reinigung

Nach dem Ausbau der betroffenen Baugruppen erfolgte eine gründliche Reinigung. Jahrzehntelange Ablagerungen von Staub, Öl und feinen Metallpartikeln hatten sich auf den Kühlkörpern und Leiterplatten gesammelt. Mit Druckluft, speziellen Reinigungsmitteln und Ionisierung wurden diese Rückstände vollständig entfernt. Parallel dazu erfolgte eine chemische Behandlung der Platinenoberflächen, um mögliche Leckströme zu verhindern.

Austausch defekter Komponenten

Das Transistormodul der W-Phase wurde durch ein originales Ersatzteil ersetzt. Gleichzeitig erneuerten wir die Anschlussleiste, deren mechanische Stabilität nicht mehr gegeben war. Die Steuerplatine wies beschädigte Treiberstufen auf, die gezielt instandgesetzt wurden. Zusätzlich wurden Netzteilkomponenten überholt, um eine stabile Spannungsversorgung der Steuerelektronik sicherzustellen.

Besonderes Augenmerk legten wir auf die Ansteuerung der Leistungsendstufe. Hier wurden defekte Treiber-ICs ausgetauscht, Leiterbahnen nachgelötet und Übergangswiderstände beseitigt.

Präventiver Austausch

Bei einem Servopack dieser Generation ist es sinnvoll, nicht nur akute Schäden zu reparieren, sondern auch alterungsbedingte Schwachstellen zu beseitigen. Deshalb wurden sämtliche Elektrolytkondensatoren erneuert, da diese nach Jahrzehnten an Kapazität verlieren und Ausfälle verursachen können. Ebenso überprüften wir den Kühlkörper und falls vorhanden den Lüfter. Um eine langfristige Zuverlässigkeit sicherzustellen, wurden Steckverbinder gereinigt und in kritischen Bereichen nachgelötet.

Prüfverfahren und Testabläufe

Nach der Reparatur begann die entscheidende Phase: die umfangreichen Tests. Auf unserem Prüfstand simulierten wir reale Einsatzbedingungen. Dabei wurde das Servopack an einen Referenzmotor gekoppelt, der in mehreren Belastungszyklen gefahren wurde.

Die Testabläufe umfassten:

  • Funktionstests aller Ein- und Ausgänge
  • Lasttests unter Dauerbelastung bis zur Nennleistung
  • Thermische Belastung bei 40 °C Umgebungstemperatur
  • Signalüberwachung von Encoder, Stromaufnahme und Schaltzeiten

Zusätzlich wurde eine Langzeitprüfung durchgeführt, bei der das Gerät über mehrere Stunden hinweg unter konstanter Last betrieben wurde. Hierbei überwachten wir die Temperaturentwicklung am Kühlkörper sowie die Stabilität der Ansteuerung.

Dokumentation und Qualitätssicherung

Jede Reparatur durchläuft bei uns eine lückenlose Dokumentation und Protokollierung. So wurden alle Messwerte, Austauschkomponenten und Prüfergebnisse in einer Checkliste festgehalten. Auf diese Weise können wir dem Kunden nicht nur die erfolgreiche Reparatur bestätigen, sondern auch die durchgeführten Maßnahmen transparent nachweisen.

Kundennutzen

Mit der erfolgreichen Instandsetzung dieses Yaskawa-Servopacks konnte ein wichtiger Antrieb einer CNC-Maschine gerettet werden. Für den Kunden bedeutet das eine erhebliche Kostenersparnis, da die Neuanschaffung einer kompletten Einheit inklusive Anpassung an die bestehende Steuerung nicht nur teuer, sondern auch zeitaufwendig gewesen wäre. Darüber hinaus wird durch die Reparatur die Lebensdauer der gesamten Maschine verlängert ein entscheidender Faktor in der heutigen industriellen Produktion, in der Stillstandszeiten bares Geld kosten.

Weitere Informationen wie Preis, Lieferzeit zum:Yaskawa CACR-SR30SB1AS-Y124

Mehr Informationen zu unserer Yaskawa-Reparaturkompetenz finden Sie hier: Yaskawa Drive Reparatur bei Industrypart

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Technische Spezifikationen

MerkmalWert
HerstellerYaskawa Electric Mfg. Co., Ltd. Japan
TypServopack CACR-SR30SB1AS-Y124
SerieCACR-SR (M/F/S/D Serie, für Geschwindigkeitsregelung)
Max. Motorleistung3,0 kW (ca. 4,0 HP)
Nennstrom (Ausgang)ca. 11,7 A
Max. Ausgangsstromca. 28 A
Eingangsspannung HauptkreisDreiphasig 200–230 V AC ±10 %, 50/60 Hz
Eingangsspannung SteuerkreisEinphasig 200–230 V AC ±10 %, 50/60 Hz
RegelverfahrenTransistorisiertes PWM
RückführungInkremental-Encoder (6000 ppr Standard, 5000/4000 optional)
SchutzfunktionenÜberstrom, Überspannung, Unterspannung, Übertemperatur, Überlast, Offene Phase, CPU-Fehler u. a.
KühlungKonvektionskühlung über Kühlkörper, optional Lüfter
Gewichtca. 9,5 kg
Abmessungenca. 285 × 180 × 160 mm

Einsatzumgebung & kompatible Geräte

Das Servopack wurde in CNC-Maschinen, Industrierobotern und Fertigungssystemen eingesetzt.
Typische Partner sind Yaskawa USAME-, USAFED-, USASEM- und USADED-Servomotoren.
Steuerungen: frühe Yaskawa-CNC- und Maschinensteuerungen, kompatibel mit ±10V Speed Reference.

Einsatzbedingungen:

  • Umgebungstemperatur 0–+40 °C (Betrieb), -20–+60 °C (Lagerung)
  • Luftfeuchtigkeit 20–80 %, nicht kondensierend
  • vibrationsgeschützte Montage im Schaltschrank

Funktionsbeschreibung

Das CACR-SR30SB1AS-Y124 Servopack ist ein AC-Servoregler für Geschwindigkeitsregelung.
Es übernimmt folgende Aufgaben:

  • Wandlung der Netzspannung in eine geregelte PWM-Ausgangsspannung für den Servomotor.
  • Auswertung von Inkremental-Encoder-Signalen für Geschwindigkeitsrückführung.
  • Schutz durch umfangreiche Fehlerüberwachung (Überstrom, Überspannung, Unterspannung, Übertemperatur).
  • Ansteuerung externer Brems- und Regenerationswiderstände.
  • Überwachung per LED-Anzeige (MP, P, IN) sowie Fehlerausgabe über 7-Segment-Display.

Besonderheit: sehr feinfühlige Geschwindigkeitsregelung (bis 1/3000 Nenndrehzahl stabil), schnelle Reaktion bei Laständerungen, robuste Hybrid-IC-Technik.

Alarmmeldungen & Troubleshooting:

CodeFehlerbeschreibungUrsacheLösung
1ÜberstromDefektes Transistormodul, Kurzschluss im Motor, ErdschlussPTM prüfen/ersetzen, Motor prüfen
2Schutzschalter ausgelöstDefektes Netzmodul, ThyristorfehlerModul prüfen, ggf. ersetzen
3Regeneration FehlerRegenerationswiderstand defekt oder nicht angeschlossenWiderstand prüfen/ersetzen
4ÜberspannungLastträgheit zu hoch, defekte RegenerationsschaltungInertia prüfen, Schaltung testen
5ÜberdrehzahlEncoder- oder Anschlussfehler, Referenzsignal zu hochEncoder prüfen, Verkabelung kontrollieren
6UnterspannungNetzteil zu niedrig belastet, ThyristorfehlerNetzspannung prüfen, Modul prüfen
7ÜberlastDauerlast >130 %, Motor überlastetLast prüfen, Parameter anpassen
AKühlkörper überhitztLüfterausfall, verschmutzte KühlungLüfter reinigen/ersetzen
bA/D-FehlerDefekte SteuerplatineServopack tauschen
FPhasenausfallOffene Phase im NetzanschlussVerkabelung prüfen
CÜberlauf/ÜberstrompräventionFehlerhafte Motor-/EncoderverbindungAnschluss prüfen, Encoder-Signal korrigieren

Bestandteile:

BaugruppeBeschreibung
Leistungsplatine (PTM)Transistormodul für Hauptstrompfad
Steuerplatine (PWB)Signalaufbereitung, Regelung, Fehlerüberwachung
NetzteilmodulVersorgung der Steuerelektronik
RegenerationseinheitTransistor + Widerstand für Rückspeisung
KühlkörperThermische Ableitung der Verlustwärme
Anschlussleisten (RST/UVW)Netz- und Motoranschlüsse
Lüfter (optional)Bei SR20BB–SR60BB verbaut

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