| 10 | Unterspannung (UV – Under Voltage) | Netzspannung unterhalb Toleranzgrenze; die 3~200/220 V AC Versorgung ist abgesackt (Unterspannung wird etwa unter 160 V erkannt). Ursache kann z.B. Netzfehler oder abgeschaltete Versorgung sein. | Eingangsversorgung prüfen (Phasen R, S, T auf korrekte Spannung); Spannungsabfall beheben. Gegebenenfalls Netzteileinspeisung prüfen und Anlage neu einschalten, sobald die Nennspannung wieder anliegt. |
| 11 | Achsen-Fehler (AE – Axis Error) | Allgemeiner Achsfehler; oft Konfigurations- oder Adressfehler der Achse (z.B. falsche Achszuordnung oder Achs-ID nicht korrekt eingestellt). | Parameter und DIP-Schalter der Achsenadresse prüfen und korrekt einstellen. Sicherstellen, dass die CNC-Steuerung die Achse erkannt hat. |
| 12 | Speicherfehler 1 (ME1) | Interner Speicherfehler (z.B. Prüfsummenfehler im Parameterspeicher oder RAM-Ausfall). | Steuerung aus- und einschalten (Neustart). Falls der Fehler bleibt: Parameter neu laden. Bei dauerhaftem Fehler ist ein Austausch der Steuerplatine erforderlich. |
| 13 | Externer Taktfehler (CE – Clock Error) | Fehler im externen Taktsignal bzw. Synchronisationssignal. Die Servo-Einheit erhält kein gültiges Timing-Signal vom CNC-Controller (oder externen Geber). | Verkabelung und Schnittstellen zwischen CNC und Servo prüfen. Gegebenenfalls Optionen (z.B. externen Encoder/Takt) korrekt konfigurieren. Wenn kein externer Takt benötigt wird: Einstellung prüfen, damit kein falsch gesetztes Signal erwartet wird. |
| 14 | Watchdog-Fehler (WD) | Die interne Überwachungsfunktion (Watchdog) hat einen Programm- oder CPU-Absturz detektiert. | Gerät stromlos machen und neu starten. Tritt der Fehler erneut auf, liegt höchstwahrscheinlich ein Elektronikdefekt vor – Servoverstärker zur Reparatur geben. |
| 15 | Speicherfehler 2 (ME2) | Zweiter Speicherfehler (z.B. Fehler im Backup-Speicher der zweiten Achse). | Siehe Maßnahme bei Speicherfehler 1: Neustart versuchen; bei Fortbestehen der Störung Servoverstärker instand setzen (Speicherbausteine prüfen/tauschen). |
| 16 | Rotorlage-Fehler (RD – Rotor position detect error) | Die Initialisierung der Motor-Nullposition ist fehlgeschlagen. Bei Inbetriebnahme oder nach Encoder-Wechsel konnte die Rotorlage nicht korrekt erkannt werden (z.B. Polsuchlauf-Fehler). | Motor und Encoder-Verbindung prüfen. Geber richtig montieren und initialisieren. Ggf. erneuten Initialisierungslauf (Pole Detection) durchführen. Wenn der Fehler bleibt, könnte der Motor-Encoder defekt sein. |
| 17 | Board-Fehler (BE – Board Error) | Interner Platinenfehler im Verstärker (Hardware-Defekt oder aus dem Takt). | Gerät neu starten. Falls der Fehler sofort wieder auftritt, deutet dies auf einen Hardwaredefekt hin – Servoverstärker austauschen oder vom Fachpersonal reparieren lassen. |
| 20 | Kein Signal 1 (NS1 – No Signal 1) | Kein Feedback-Signal vom Haupt-Encoder (Motor-Encoder) an der betreffenden Achse. Der Geber liefert keine Daten (Leitung unterbrochen, Stecker nicht verbunden oder Geber defekt). | Encoder-Kabel und Steckverbindungen der Achse prüfen (CN2). Geberversorgung kontrollieren. Falls verfügbar einen Ersatz-Encoder testen. Fehlerbehebung: Kabel reparieren oder Geber ersetzen. |
| 21 | Kein Signal 2 (NS2 – No Signal 2) | Kein Signal vom zusätzlichen Encoder (auf steckbarer Zusatzkarte) – z.B. externer Linearmaßstab oder zweiter Geber liefert keine Daten. Wird angezeigt, wenn ein optionaler Messsystem-Eingang aktiviert ist, aber kein Signal kommt. | Zusatz-Messsystem prüfen: Verkabelung und Funktion des externen Encoders (Linearmaßstab, etc.). Wenn kein zweiter Geber verwendet wird, sicherstellen, dass die Parameter/Konfiguration dies berücksichtigen (damit kein “Geber 2 fehlt”-Alarm ausgelöst wird). |
| 22 | Kein Signal 3 (NS3 – No Signal 3) | Kein Signal von weiterem Feedback-Kanal. (Dieser Alarm bezieht sich auf ein drittes Signal, z.B. Index- oder Referenzsignal auf der Erweiterungskarte.) Wird meistens in Systemen mit höherer Feedback-Genauigkeit relevant. | Siehe No Signal 2: Verkabelung aller angeschlossenen Feedback-Kanäle prüfen. Bei Systemen mit Referenzspur sicherstellen, dass der Referenzsensor korrekt arbeitet. Nicht benötigte Feedback-Eingänge in der Konfiguration deaktivieren. |
| 23 | Phasen-Erdschluss (PG – Phases Grounded) | Erdschluss oder Kurzschluss in der Motorzuleitung: Eine oder mehrere Motorphasen liegen auf Masse oder gegeneinander kurz. Der Verstärker detektiert einen abnormal hohen Leckstrom. | Motor und Kabel prüfen: Isolationsmessung mit einem geeigneten Tester (Megger) durchführen. Kabelbruch oder Isolationsfehler beheben, defekte Motorwicklung ausschließen/austauschen. Nach Fehlerbehebung Anlage neu einschalten. |
| 24 | Batterie-Alarm (BA – Battery Alarm) | Niedrige Batteriespannung oder leere Batterie für den Absolut-Positionsspeicher des Encoders. Die Pufferbatterie, die absolute Positionsdaten erhält, ist schwach – Gefahr von Positionsdatenverlust. | Batterie unter Spannung wechseln (nicht entfernen, während Anlage stromlos ist, um Daten zu erhalten). Neue Batterie einsetzen und ordnungsgemäß anklemmen. Anschließend Absolutwertsystem initialisieren bzw. Referenzfahrt durchführen, falls Daten bereits verloren gingen. |
| 25 | Achse ohne Steuerung (NA – No Control Axis error) | Eine Achse wird nicht kontrolliert: Dieser Alarm tritt nur bei MR-S12 (2-Achser) auf, wenn eine Achse hardwareseitig nicht angesteuert wird. Beispiel: Der Drehschalter für die Achsenadressierung steht falsch (Position “F” statt L/S) – die zweite Achse ist damit quasi deaktiviert, es fließt jedoch Strom im Zwischenkreis ohne Regelung. | Konfiguration der Achsen prüfen. Wenn nur eine Achse genutzt werden soll, muss der Verstärker entsprechend konfiguriert sein (DIP-Schalter/Drehschalter korrekt einstellen, ggf. andere Achse auf “nicht verwendet” konfigurieren). Bei normalem 2-Achsbetrieb sicherstellen, dass beide Achsen vom NC angesteuert werden. |
| 26 | Interner Taktfehler (ICE – Internal Clock Error) | Interner Synchronisationsfehler im Gerät; das Taktsignal auf der Steuerplatine weicht ab oder ist ausgefallen. Kann durch Netzinstabilität oder Elektronikfehler ausgelöst werden. | Gerät neu einschalten. Falls der Fehler sporadisch auftritt, Umgebung auf Netzschwankungen prüfen. Bei wiederholtem Fehler ohne externen Grund liegt ein Hardwareproblem vor – Fachreparatur nötig. |
| 30 | Überbremsung (OR – Over Regeneration) | Überspannung im Zwischenkreis durch Energierückspeisung: Die Bremsenergie der Motoren konnte nicht vollständig in den Widerstand oder das Netz abgeleitet werden (mögliche Ursache: externer Bremswiderstand fehlt oder ist zu klein dimensioniert, sehr abruptes Abbremsen). | Regenerationspfad prüfen: Ist ein ausreichend dimensionierter Bremswiderstand (Option) angeschlossen? Falls nein, einen passenden Widerstand nachrüsten. Gegebenenfalls die Verzögerungsrampen verlängern, um die Bremsenergie zu reduzieren. Außerdem Netzspannung überprüfen – bei ungewöhnlich hoher Netzspannung besteht ebenfalls Überspannungsrisiko im Zwischenkreis. |
| 31 | Überdrehzahl (OS – Over Speed) | Die Motordrehzahl hat den zulässigen Maximalwert überschritten (z.B. >2400 oder >3600 U/min, abhängig vom Motor). Dies kann durch Regelungsfehler (Durchgehen der Achse) oder falsche Parameter (Sollwert zu hoch) verursacht sein. | Mechanik der Achse stoppen und auf Schäden prüfen. Dann die Reglerparameter und Sollwertvorgaben überprüfen: Ist evtl. ein zu hoher Geschwindigkeitsbefehl oder ein Regelkreis-Fehlabgleich die Ursache? Nach Korrektur der Parameter Anlage wieder anfahren und beobachten. |
| 32 | Überstrom (OC – Over Current) | Zu hoher Ausgangsstrom im Verstärker detektiert – der Achsverstärker meldet Überstrom. Mögliche Ursachen: Kurzschluss oder Masseschluss am Motor, blockierte oder schwergängige Achse (Motor wird überlastet) oder Defekt in der Leistungselektronik (Transistor durchlegiert). Oft wird der Fehler durch Probleme am Motor oder den Motorkabeln ausgelöst. | Vorgehen: Motorleitung trennen und erneut einschalten – tritt der Alarm dann immer noch auf, ist wahrscheinlich die Verstärkereinheit selbst defekt (Leistungstransistoren). Falls der Alarm beim getrennten Motor verschwindet: Motor und Kabelstrang auf Kurzschlüsse oder Isolationsfehler prüfen. Gegebenenfalls Motor austauschen oder mechanische Ursache (Verklemmung) der Überlast beseitigen. |
| 33 | Überspannung (OV – Over Voltage) | Überschreitung der Zwischenkreis-Spannung. Die Gleichspannungszwischenkreisspannung hat einen kritischen Wert überschritten (typischerweise durch plötzliche Rückspeisung, z.B. hartes Abbremsen, oder zu hohe Netzspannung). | Netzversorgung auf zu hohe Spannungsspitzen prüfen. Bremswiderstand einsetzen oder dessen Wert überprüfen (höherer Lastwiderstand nötig, falls permanent Überspannung beim Bremsen auftritt). Ggf. Schaltschrankeinspeisung mit Transformator absenken, falls Netz zu hoch. |
| 34 | Daten-Paritätsfehler (DP – Data Parity) | Übertragungsfehler in digitalen Daten zwischen CNC und Servo (Paritätsbit stimmt nicht). Meist ein Kommunikationsproblem auf der Steuerleitung. | Datenverbindung (Kabel, Steckverbinder der Steuerleitung CN1) auf Wackler oder Störungen prüfen. Sicherstellen, dass die Masseführung und Abschirmung intakt sind. Bei wiederholtem Auftreten ohne externe Ursache: mögliche Defekte an Steuerkarte in Betracht ziehen. |
| 35 | Datenfehler (DE – Data Error) | Ungültige oder fehlerhafte Daten empfangen. Kann auftreten, wenn Parameter korrupt sind oder die Kommunikation zwischen Steuerung und Verstärker gestört ist. | Parameter in der CNC-Steuerung überprüfen und ggf. neu laden. Kommunikationskabel austauschen/testen. Tritt der Fehler direkt nach Einschalten auf, könnte ein Firmware-Problem vorliegen – in dem Fall Servoverstärker neu initialisieren oder reparieren lassen. |
| 36 | Übertragungsfehler (TE – Transfer Error) | Fehler bei der Datenübertragung innerhalb des Verstärkers. Z.B. Kommunikation zwischen Hauptplatine und Option oder zwischen verschiedenen internen Modulen gestört (Timeout). | Alle internen Steckverbinder und Kartenverbindungen prüfen (Sitz der Boards, Flachbandkabel etc.). Falls kürzlich gewartet: prüfen, ob alle Steckkarten richtig eingerastet sind. Ansonsten auf einen beginnenden Hardwaredefekt achten – ggf. Fachpersonal hinzuziehen. |
| 37 | Parameterfehler (PE – Parameter Error) | Initialisierungs- oder Parameterfehler. Mögliche Ursachen: Servo-Parameter nicht eingestellt oder ungültig (z.B. nach Tausch der Steuerkarte), oder ein neu eingesetztes Bauteil wurde nicht konfiguriert. | Parameter gemäß Maschinen-Dokumentation eingeben und speichern. Insbesondere nach dem Austausch von Komponenten (Verstärker, Motor, Encoder) die entsprechenden Parameter (Motorcode, Encoder-Typ etc.) anpassen. Danach Neustart und prüfen, ob der Alarm ausbleibt. |
| 38 | Feedback-Fehler 1 (FE1) | Fehlerhaftes Feedback an Achse 1: das Haupt-Encodersignal ist zwar vorhanden (keine No Signal-Meldung), aber unplausibel. Möglicherweise inkonsistente Rückmeldungen oder überschrittene Toleranzen (z.B. aufgrund von starkem Rauschen oder Encoderdefekt). | Encoder-Signal mit Oszilloskop oder Diagnosetool überprüfen. Geber austauschen, falls Signalformen nicht stimmen. Auch mögliche Störeinflüsse (EMV) in der Geberleitung kontrollieren (Abschirmung, Erdung). |
| 39 | Feedback-Fehler 2 (FE2) | Fehlerhaftes Feedback an Achse 2 (zweites Gebersystem, falls vorhanden) – ähnlich FE1, nur für den zweiten Feedback-Kanal. | Siehe Maßnahme bei Feedback-Fehler 1: Zusatz-Encoder und Verkabelung prüfen, ggf. tauschen. Sicherstellen, dass die Einstellungen (Auflösung, Signalart) für den zweiten Geber mit der Hardware übereinstimmen. |
| 40 | Verstärker überhitzt (OHF – Over Heat Fin) | Übertemperatur am Kühlkörper (“Fin” = Kühlrippe). Der Servoverstärker hat seine zulässige interne Betriebstemperatur überschritten (unzureichende Kühlung). | Prüfen, ob die Lüfter im Schaltschrank laufen und die Kühlrippen frei von Staub sind. Umgebungstemperatur im Schaltschrank messen (ggf. Schaltschrankkühlung vorsehen). Nach Abkühlung Reset/Neu-Einschalten – tritt der Fehler wiederholt auf, Lastprofil der Achsen überprüfen oder Verstärkerleistung erhöhen. |
| 41 | Motor überhitzt (OHM – Over Heat Motor) | Übertemperatur am Motor, gemeldet durch den Thermosensor des Motors. Der Motor wurde überlastet oder unzureichend gekühlt. | Motor anhalten und abkühlen lassen. Prüfen, ob Motorlüfter und -kühlung funktionieren (bei Bedarf reinigen). Mechanische Überlast beseitigen (z.B. Schwergängigkeit, falsche Übersetzung). Gegebenenfalls Motor eine höhere Leistungsreserve wählen, wenn der Fehler regelmäßig im normalen Betrieb kommt. |
| 50 | Überlast 1 (OL1 – Over Load 1) | Dauerüberlastung der Achse: Der Motorstrom lag zu lange über ca. 250 % des Nennwerts. Der Verstärker hat zum Schutz abgeschaltet (zeitverzögerter Überlastalarm). | Achse auf mechanische Schwergängigkeit oder Blockade prüfen. Bewegungsprofil anpassen, wenn die Achse regelmäßig überlastet wird (Bewegungen sanfter gestalten oder längere Abkühlphasen einplanen). Andernfalls einen Motor/Verstärker mit höherer Leistung in Erwägung ziehen. |
| 51 | Überlast 2 (OL2 – Over Load 2) | Kurzzeit-Überlast: Die Stromgrenze wurde akut überschritten (z.B. Stromspitze > 0,5 s). Dies deutet auf einen plötzlichen Kraftanstieg hin – evtl. Kollision oder heftiger Lastsprung. | Wie bei Überlast 1: Mechanik auf blockierende Bewegung prüfen. Prüfen, ob die Beschleunigungsrampen zu aggressiv sind – ggf. sanfter einstellen. Sicherstellen, dass keine mechanischen Klemmsituationen auftreten (z.B. Anschlag angefahren). |
| 52 | Regelabweichung 1 (OD1 – Over Droop 1) | Übermäßiger Positionsfehler (Lageregler-Abweichung) im Servo-ON-Zustand. Die Achse konnte dem vorgegebenen Sollwert nicht folgen, der Fehler summierte sich über das erlaubte Maß. Mögliche Ursachen: zu hohe Reibung/Belastung oder zu niedrige Reglerverstärkung. | Mechanik der Achse leichtgängig machen (Schmierung, Führungen prüfen). Reglerparameter (Verstärkung, Integralanteil) optimieren, damit die Achse dem Soll besser folgen kann. Auch überprüfen, ob die Geschwindigkeits- und Beschleunigungsvorgaben zur Achsdynamik passen. |
| 53 | Regelabweichung 2 (OD2 – Over Droop 2) | Übermäßiger Positionsfehler im Servo-OFF-Zustand oder beim Abschalten. Tritt z.B. auf, wenn beim Deaktivieren der Achse noch eine große Differenz zwischen Soll- und Ist-Position besteht (Achse steht nicht an gewünschter Stelle). | Mögliche Ursache klären: Hat die Achse vor dem Abschalten ihre Position nicht erreicht? Gegebenenfalls Abschaltvorgang prüfen – Achse erst nach Erreichen des Sollwerts deaktivieren. Ansonsten ähnliche Maßnahmen wie bei OD1: Mechanik/Regler überprüfen. |
| 54 | Verstärker-Überlast (AOL – Amp Over Load) | Überlastung des Servoverstärkers insgesamt. Die Summe der thermischen und elektrischen Belastungen (ggf. beider Achsen) überschritt die Sicherheitsgrenze des Geräts. | Belastungsprofil der Maschine prüfen: Treten simultan hohe Lasten auf beiden Achsen auf? Falls ja, diese entzerren (nicht beide Achsen gleichzeitig maximal belasten). Kühlung des Verstärkers optimieren. Möglicherweise ist der Verstärker für die Anwendung zu klein dimensioniert – in dem Fall auf ein leistungsstärkeres Modell upgraden. |
| EM | Not-Aus aktiv (EM – Emergency) | Externer NOT-AUS oder Achs-Not-Stopp wurde ausgelöst. Die CNC-Steuerung hat die Achsen abgeschaltet (Servo-OFF), z.B. durch Öffnen eines Sicherheitsschaltkreises. Der Code EM zeigt an, dass kein Fehler am Verstärker selbst vorliegt, sondern ein externer Stopp. | Prüfen, ob ein Not-Halt-Taster betätigt wurde oder ein Schutztürschalter offen ist. Sicherheitskreise schließen und Reset durchführen, sobald die Gefahrensituation behoben ist. Danach kann der Servo wieder eingeschaltet werden. |
| OA | Anderer Achs-Alarm (Other Axis) | Der Partner-Verstärker der anderen Achse hat einen Alarm gemeldet. (Anzeige OA erscheint auf der einen Achse, um darauf hinzuweisen, dass die Störung in der anderen Achse liegt.) Der eigene Kanal ist meist folglich abgeschaltet, obwohl er selbst keinen internen Fehler hat. | Zuerst den Alarm der anderen Achse diagnostizieren und beheben (siehe entsprechenden Alarmcode der zweiten Achse). Sobald der Fehler auf der Partner-Achse zurückgesetzt ist, verschwindet auch die OA-Anzeige und der verstärker kann normal weiterbetrieben werden. |